Die Geschichte unserer Zeitschrift
Wie fing alles an?
1970 erschien die erste Ausgabe der Wartburg-Signale.
Gedacht als Instrument zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit des VEB Automobilwerk Eisenach, wurde die Wartburg-Signale an Werkstätten und Vertriebspartner im In- und Ausland verteilt. Auch Presse Funk und Fernsehen wurden bedacht.
Die Herausgabe an Kundinnen und Kunden in der DDR war möglich, aber nicht wirklich das Ziel.
Das Heft erschien zwischen sechs und sieben Mal im Jahr im Format DIN A5 und hatte anfangs vier, später dann meistens acht Seiten, später sogar 16 Seiten Umfang.
Die regulär pro Jahr geplanten Ausgaben waren dreifarbig gedruckt: Schwarz, grau und blau.
In manchen Jahren erschienen Sonderausgaben als jeweils siebte Ausgabe des Jahrgangs.
Diese Sonderausgabe verfügten auf manchen Seiten über weiteren Kontrastfarben (z.B. gelb, rot oder orange).
Reguläre Themen der Wartburg-Signale waren der Herstellungsprozess des Wartburg Pkw im Werk, wichtige Messen, neue Technologien, Veränderungen am Fahrzeug, Vorstellung von Vertriebsmitarbeitern bzw. Werkstätten oder Kooperationspartnern.
In kaum einem Heft fehlten Berichte über motorsportliche Erfolge der eisenacher Fahrzeuge.
Mit den Jahren änderten sich die technisch ausgerichteten Texte immer weiter hin zu politisch immer stärker eingefärbten Erfolgsmeldungen.
Die Sonderheft hatte meistens ein übergeordnetes Hauptthema. So zum Beispiel "80 Jahre Automobile aus Eisenach" in der Sonderausgabe 1976 oder "Motorsport - Gestern & Heute" in der Sonderausgabe 1979.
Leider sind heute längst nicht mehr alle Ausgaben zweifelsfrei nachzuweisen.
So ist für 1970 nur die allererste Ausgabe gesichert, für die Jahre 1971 bis 1978 sind vermutlich jeweils sechs Ausgaben erschienen. In den Jahren 1974, 1976 sind jeweils noch eine Sonderausgabe erschienen.
Im Jahr 1979 begann der schleichende Abstieg. In diesem Jahr erschienen nur noch die Ausgaben 01-05, sowie eine weitere Sonderausgabe. Die Ausgabe 06 von 1979 ist höchstwahrscheinlich nicht mehr erschienen.
1980 und 1981 erschienen vermutlich noch einmal alle sechs jeweiligen Ausgaben.
1982 erschienen mindestens noch drei weitere Ausgaben. Für 1983 und 1984 ist keine einzige reguläre Ausgabe gesichert. Allerdings kam 1984 noch einmal eine Sonderausgabe heraus.
Ab 1985 muss man von der Einstellung der Wartburg-Signale ausgehen. Eine, im Jahr 1984 erschienene Sonderveröffentlichung im ähnlichen Stil und Format der Wartburg-Signale, trug nicht mehr den Namen "Wartburg-Signale" und widmete sich den Themen "40 Jahre DDR" und "20. Betriebsfestspiele". Dieses Heft wurde von der Betriebsgewerkschaftsleitung des VEB AWE herausgegeben und kann deshalb nicht ernsthaft in die Ahnenreihe der "Wartburg-Signale" einsortiert werden.
Die Redaktion der "Wartburg-Signale" lag in diesen Anfangsjahren hauptsächlich bei Horst Ihling.
1970-1989






Der Neuanfang
Mit dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik ab 1989 wurde auch das Ende des traditionsreichen Automobilbaus in Eisenach absehbar.
Am 10. April 1991 lief der allerletzte Wartburg in Eisenach vom Band und direkt ins Museum.
Das, zu diesem Zeitpunkt schon in eine GmbH umgewandelte Automobilwerkeisenach, wurde liquidiert und abgewickelt.
An der Zeitschrift "Wartburg-Signale" hatte sowieso niemand mehr Interesse.
Im gleichen Jahr gründete sich jedoch in Essen, tief im Westen und auf der anderen Seite des ehemaligen Eisernen Vorhangs, der "Erste Deutsche Wartburg Fahrer Club" (EDWFC).
Von Anfang an waren die Mitglieder an einem engen Austausch mit dem Werk in Eisenach und seinen wenigen verbliebenen Mitarbeitern interessiert.
Eine Clubzeitschrift wurde ins Leben gerufen, die über den Wartburg, seine Geschichte, den Verein und seine Mitglieder und aktuelle Treffen usw. informieren sollte.
Diese Zeitschrift erhielt den Titel "Die Namenlose" und erschien zu Beginn des Jahres 1992.
Ein Exemplar wurde auch nach Eisenach geschickt.
In der dortigen Kundendienstabteilung freute man sich über das Interesse am Wartburg und so schlug Michael Stück, letzter Kundendienstleiter der AWE GmbH i.L. vor, die neue Zeitschrift doch "Wartburg-Signale" zu nennen.
Somit erschien Ausgabe Nummer 2 des EDWFC-Clubmagazins mit dem gleichen Titelbild, wie die Sonderausgabe aus dem Jahr 1976 und mit dem neuen Titel "Wartburg-Signale".
Michael hatte in seinem Brief an den EDWFC auch ein paar Kopien und Titel der alten Wartburg-Signale beigelegt unddieses ursprüngliche Signet zierte von da an über viele Jahre den Titel unseres Heftes.
Die Wartburg-Signale erschien ca. viermal im Jahr und enthielt einen häufig bunt zusammenkopierten Mix aus allen möglichen Informationen zum Thema Wartburg.
Die Redaktion bestand zu diesem Zeitpunkt aus einer Gruppe EDWFC-Mitglieder unter Leitung von Dirk Ekkhard Köhne.
Später übernahmen Jürgen Wollhofer, Heinrich Bock, Lars Büttner, Ansgar Glahse & Ellen Brinkmann, schließlich Dirk Flach & Stephan Uske und an 2000 nur noch Stephan Uske.
Gedruckt und gebunden wurde das Heft in mühevoller Klein- und Nachtarbeit in der Firma Wollhofer in Essen.
Immer wieder passten sich die Gestaltung dem Geschmack des verantwortlichen Redakteurs und den technischen Möglichkeiten an. Ab Mitte der 1990er Jahre entstand das Heft schon am PC mit Hilfe von Microsoft Word.
1990-2001






Der IFA-Kurier
1999 - 2001
Im Mai 1999 erschien der "IFA-Kurier" zum ersten Mal. Das kleine Heft im Format DIN A5 hatte einen Umfang von 16 Seiten und war komplett in Graustufen gedruckt.
Redakteur war Stephan Uske.
Von Beginn an war auch der IFA-Kurier ein Klubmagazin und informierte die Mitglieder des Vereins "Rheinländer Wartburg-Freunde & IFA FREUNDE RHEINLAND" über aktuelle Veranstaltungen und Themen rund um das Thema Wartburg, Trabant und Co..
Auch diese Publikation erschien vierteljährlich.
Aus dem kleinen, grauen DIN-A4-Heftchen wurde bald ein buntes DIN-A5-Format, später DIN A4. Aus 16 Seiten Umfang wurden 24 Seiten.








Noch ein Neuanfang
2002 - 2024
Nach knapp zehn Jahren befand sich der EDWFC, Ende der 1990er Jahre, in einer tiefen Krise.
Wenig überraschend gab es Tendenzen einzelner Mitglieder, den Freundeskreis - der der EDWFC seit seiner Gründung stets gewesen ist - für geschäftliche Interessen zu nutzen.
Damit verbunden waren Uneinigkeit über den Vereinszweck und seine Ziele und schließlich musste sich der EDWFC entscheiden, ob er sich auflösen oder völlig neu erfinden wollte.
Auf einer denkwürdigen Mitgliederversammlung in Berlin wurde der Beschluß gefasst, nicht aufzugeben und stattdessen die Kooperation mit Gleichgesinnten zu suchen.
Diese Gleichgesinnten fand man in den Rheinländer Wartburg Freunden & IFA FREUNDEN RHEINLAND e.V..
Nicht weit weg von Essen, dem Gründungs- und Heimatort des EDWFC, waren die Rheinländer zu Hause und bereits seit Jahren unterstützten sie den EDWFC tatkräftig bei der jährlich stattfindenen Techno Classica in Essen.
Auch die Rheinländer hatten ein eigenes Vereinsmagazin, den "IFA-Kurier". Inhaltlich gab es keine Überschneidungen, obwohl der verantwortliche Redakteur für beide Zeitschriften Stephan Uske war.
Allerdings war die Erstellung, der Druck und die Auslieferung von 2x vier Ausgaben im Jahr auf Dauer im Ein-Personen-Ehrenamt nicht zu schaffen. Das es zwar inhaltlich keine Überschneidungen, durchaus aber thematische Übereinstimmungen gab, wurden beide Vereinsmagazine im Frühjahr 2002 zum ersten Mal gemeinsam veröffentlicht.
Der neu geschaffene "IFA-Kurier & Wartburg-Signale" zählte beide Publikationen ab dem 11. IFA-Kurier und der 32. Signale trotzdem getrennt fort. Eine spätere Trennung der Vereine und ihrer Publikationen wäre ja kein völlig undenkbares Szenario.
IFA-Kurier & Wartburg-Signale widmet sich heute allen Themen, die auch schon in früheren Zeiten Eingang ins Heft gefunden haben.
Aktuelle Themen, wie Treffen, Messen, die Entwicklung des Museums in Eisenach, aber auch aktuelle politische Themen, die unser Hobby betreffen. So zum Beispiel das H-Kennzeichen, TÜV-Regelungen, der Umgang mit historischen Kulturgütern und so weiter.
Darüber hinaus finden Berichte von Mitgliedern, Vereinsthemen und die Vorstellung von sehenswerten Museen Platz im Heft.
Tatsächlich haben wir sogar schon einmal ein Kochrezept veröffentlicht, als es wegen der Corona-bedingten Restriktionen kein persönliches Treffen geben durfte, wir uns aber zum gemeinsamen Soljanka-Essen per Video-Chat verabredet hatten.
Natürlich schauen wir auch regelmäßig über den Tellerrand und sehen nach, was in anderen Clubs, Szenen oder generell in der Gesellschaft so los ist.






Die Zukunft
2025 und weiter
Im Jahr 2020 färbte sich der Signale-Schriftzug von schlichtem Grau zu Gold. Damit wollen wir unseren Stolz auf immerhin 50 Jahre Tradition ausdrücken.
Seit 1991 sind nunmehr mehr als 115 Ausgaben unseres Heftes erschienen. Weit mehr, als das ursprüngliche Heftchen des VEB Automobilwerk Eisenach veröffentlicht hat.
Seit über 20 Jahren erscheint die Wartburg-Signale unter der Verantwortung des EDWFC. Weit länger, als es das Wartburg-Werk in Eisenach vermochte.
Wir sind stolz auf diesen traditionsreichen Namen und über die lange Fortführung dieser Tradition durch uns.
Die Wartburg-Signale hat sich immer weiter entwickelt und seit über 20 Jahren erscheint sie als Kombi mit dem IFA-Kurier. Sie ist damit eine Größe in der Welt der privat, ehrenamtlich und nichtkommerziell erstellten Publikationen.
Die Redaktion betreut von Anfang an bis heute Stephan Uske.
Bereits ab Beginn der 2000er Jahre gab es die Annahme, dass ein Vereinsmagazin völlig aus der Zeit gefallen sei. Neue, "soziale" Medien würden den Part übernehmen.
Doch bis heute erscheint IFA-Kurier & Wartburg-Signale und ist materieller Ausdruck der Zugehörigkeit ihrer Mitglieder zu den beiden Herausgebervereinen.
Webseiten, Foren und Soziale Medien haben sich teilweise nur an sehr enge Benutzerkreise gewendet, sich teilweise schnell wieder erschöpft oder als gar nicht mal so sozial entpuppt.
Auch wir haben keine Kristallkugel und können keineswegs in die Zukunft schauen.
Auch die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und darüber hinaus spielt kleinen Vereinen, wie wir sie nun einmal sind, nicht unbedingt in die Hände.
Doch so lange wir Mitglieder haben und diese sich an einem Heft wie unserem erfreuen, machen wir weiter. Versprochen!








Clubmagazin
Für Mitglieder des EDWFC und RWF&IFR.
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