Pfadnavigation

Die Redaktion... (Signale 76-97)

Die Redaktion... (Signale 76-97)

Gespeichert von Stephan am Fr., 04.12.2020 - 20:57
Auf der österr. Transafrika-Expedition 1956 waren die Teilnehmer häufig gezwungen, nach befahrbaren Wegen zu suchen... Foto: Wartburg-Signale 3/1974

...verliert den Optimismus nicht

 Wir wollen uns nicht darin erschöpfen, über die Besonderheiten der Saison 2020 in diesem—an Besonderheiten wirklichen nicht armen Jahr 2020—zu ergehen.

Natürlich hat die gegenwärtige Situation nicht unerheblichen Einfluss auf unser aller Leben. Bis hinein zu den privatesten Freizeitvergnügen.

Eine Herbstausgabe der Signale hätten wir uns im 50. Jahr ihrer Erscheinung auf jeden Fall gewünscht. Aber worüber berichten? Welche Treffen, Messen, Märkte nicht stattgefunden haben? (fast alle) Welches Museum geschlossen ist? (alle) Wie es weitergeht? (weiß keiner)

Zum Glück für die meisten von Uns ist unser Hobby nicht unbedingt auf Massenveranstaltungen angewiesen. Auch wenn sie manchmal und für viele das Salz in der Suppe einer jeden Oldtimersaison bilden. Oldtimer kann man auch im Familienkreis, notfalls allein restaurieren, pflegen und fahren.

So ist die Saison 2020 ärmer an großen Veranstaltungen, aber längst nicht unbedingt auch ärmer an Freude an unserem Hobby gewesen.

Am Ende kam es nur darauf an, was der Einzelne daraus gemacht hat.

Wir hoffen natürlich sehr, dass die meisten unserer Leser zu dieser Einschätzung gelangen können.

Trotzdem wollten wir dieses Jahr nicht ohne eine Winterausgabe beenden.

Wir hoffen sehr, damit erfolgreich ein Lebenszeichen von unserem Magazin und gleichzeitig ein Signal der Verbundenheit und Existenz unserer Gemeinschaft—sowohl der Vereine, als auch der Oldtimerszene insgesamt—senden zu können.

Es gibt uns und wir stehen in den Startlöchern. Bereit für eine neue Saison und für neue Erlebnisse.

Wir werden uns in die veränderte Situation hineinfinden und den Spaß an unserem Hobby und den Fahrzeugen genauso wenig verlieren, wie die Freude auf gemeinschaftliche Events.

Wir sind schon deshalb prädestiniert für solchen Optimismus, weil jeder, der an einem alten Haufen Blech herumschraubt, um ihn vielleicht wieder zum Funktionieren zu bringen, der sich in ein altes Fahrzeug setzt und eine potentielle Panne akzeptiert, einfach voller Optimismus stecken muss. Anders braucht man sich unserem Hobby doch gar nicht erst zu nähern!

In diesem Sinne wünschen wir wieder viel Freude mit dieser Ausgabe und einen schönen, geruhsamen und (mehr denn je) gesunden Jahresausklang 2020.

/ Redaktion