Tauschgeschäfte (Signale 70-91)

Blick auf unseren Stand 2017 - Fotos: Stephan Uske

Import und Export - das Thema unseres Standes 2017

Wie schon in den vergangenen Jahren traf sich auch dieses Mal wieder ein versprengtes Grüppchen Unermüdlicher, um das größte Vereinsevent eines jeden Jahres für EDWF und die Rheinländer zu organisieren.

 

Das Interesse an echter Hilfe ist überschaubar und die stets Gleichen treffen aufeinander und nehmen sich mal wieder vor etwas Spaß zu haben.

In diesem Jahr sollte unser Thema „Wartburg - Export in alle Welt lauten“.

 

Am Ende kamen wir diesem Ziel erstaunlich nahe und erweiterten die Überschrift noch um den Import.

So repräsentierte Olavs wunderschöner weißer 353 in diesem Jahr einen Wartburg-Export nach Skandinavien und das Museum Eisenach verhalf uns zu ihrem ebenfalls sehr schönen Wartburg 353 „Knight“ als Export nach UK.

 

Dazwischen aber sorgte ein sehr kurzfristig ins Konzept aufgenommener VW Golf für Aufsehen.

Natürlich skandierten VW-Fans (meist wirklich scherzhaft): „Nun habt Ihr endlich mal ein richtiges Auto auf Eurem Stand!“.

Währenddessen wurden wir nicht müde zu erklären, dass es sich bei den beiden 353 um Fahrzeuge handelt, die in der DDR gebaut, aber in den Westen exportiert wurden, während der Golf im Westen gebaut aber in die DDR importiert wurde.

 

Eine gute Gelegenheit manchem staunenden Besucher zu erklären, dass viele Geschäfte im Im– und Export der DDR als Tauschgeschäfte angelegt waren. Aus diesem Grund hatten wir unseren Stand auch mit Bananenkisten und vielen Säcken mit Kaffeebohnen dekoriert.

Das Highlight der überwiegend sehr kühl gehaltenen Präsentation war aber das Im- & Export-Büro der Firma „Rinn & Rus - Import/Export en Gros und en Detail“.

Dieses Büro war liebevoll und aufwändig mit allerlei Devotionalien vollgestopft, die es so wahrscheinlich eher nicht in einem solchen Büro gegeben hätte.

 

Aber die Besucher der Messe lieben das Spiel mit Übertreibungen oder auch Vorurteilen und nehmen so etwas nicht übel.

Leider war dem Lieferanten unseres Fußbodenbelages ein Fehler unterlaufen und statt des bestellten Polygonal-Bruchsteinbodens rollten wir einen strahlend weißen Holz-Imitat-Belag aus.

Damit war unsere eigentliche Idee einer etwas heruntergewirtschafteten Hinterhof-Kaschemme leider schlagartig gestorben und Improvisationstalent war gefragt.

 

Wir entschieden uns dazu, die toll glänzenden Autos auf dem fast edel wirkenden weißen Belag zu platzieren und auf unsere Kaschemmen-Deko zu verzichten.

So ist das Leben. Trotzdem erhielten wir viel Lob von fast allen Besuchern. Der Stand mit den schicken Exponaten und vor allem das Büro ließen viele Augen strahlen.

 

Auch die Juroren mochten offensichtlich unseren Stand. Jedoch verirrten sich in diesem Jahr infolge der Umbauarbeiten auf der Messe nicht so viele von ihnen in unsere etwas versteckt liegende Ecke.

Aber da wir 2017, wie schon in allen Jahren zuvor, den Stand für uns und nicht für die Jury gestaltet haben, brauchten wir auch nicht enttäuscht zu sein. Die Messe hat wieder viel Spaß gemacht und natürlich ist nach der TC bereits schon wieder vor der TC. In diesem Sinne fangen wir schon einmal damit an für 2018 zu Spinnen.

 

Immerhin soll unser Stand dann immer noch am gleichen Platz sein, wie bisher.

Bleibt abzuwarten, ob es so oder vielleicht ganz anders kommt.

 

Zuerst einmal vielen Dank an alle Helfer. Vor allem an Frank Schwardtmann, der uns seinen Golf geliehen hat. An Matthias Doht, der sich für den Wartburg Knight und die bedruckte Plane im Hintergrund eingesetzt hat. An Olav Siegert, der uns kurzfristig seinen 353 zur Verfügung stellte und deshalb mit einer Mitfahrgelegenheit nach Hause reisen musste. An Jochen Graeve, der sich von einem Möbeldiscounter nicht unterkriegen ließ und den Fußbodenbelag besorgt hat. Und an Alle, die sich in jedweder denkbaren Form für und auf der TC engagiert haben!