Burg & Bach (Signale 68-89)

Wartburg auf der Burg in Lauterbach

Jahrestreffen 2016 des EDWFC fand in Lauterbach statt

Vor vielen Jahren erschien in der IFA-Kurier & Wartburg-Signale ein offener Brief unseres Mitgliedes Torsten Lucas aus Lauterbach. Darin stellte Torsten die Frage, ob wir nicht einmal eines unserer jährlichen Mitgliedertreffen ins schöne Hessen verlegen wollten.

Ja, wollten wir sehr gern!

Trotzdem hat es noch etwas gedauert, ehe es im August 2016 endlich so weit war. Das nur 14.000 Einwohner zählende Kreisstädtchen am Vogelsberg empfing uns mit absolutem Kaiserwetter. Torsten hatte sich große Mühe gegeben und ein attraktives Programm zusammengestellt. Bereits am Freitagnachmittag ging es mit dem Besuch eines Fachbetriebes für Oldtimer-Restauration los. Anschließend gab es eine Kaffeepause in Torstens Wohnung auf der örtlichen Burg.

 

Der Platz war gleichermaßen höchst romantisch als auch bequem fußläufig zu erreichen. Bei einem Rundgang durch Lauterbach konnten wir die bekannten Trittsteine in der Lauter sehen und ausprobieren. Insgesamt lässt sich über Lauterbach sagen, dass es eine schöne Stadt inmitten einer ebenso schönen Landschaft ist. Das wollte und konnte Torsten uns am nächsten Tag aufs Vortrefflichste beweisen.

 

Wir unternahmen gemeinsam eine Ausfahrt in die malerische Umgebung, besuchten eine weitere Burg, eine im wahrsten Sinne sagenhafte Mühle und einen Vulkan. Stets war uns das Wetter wohlgesonnen. Auch das hatte Torsten wohl vorsorglich arrangiert…

Während es sich bei dem Vulkan um einen vielleicht geographisch und historisch, vor allem aber touristisch gut verwerteten Platz handelte, war die „Teufelsmühle“ einen längeren Zwischenstopp wert. Das lag gleichermaßen am schönen Bau und seiner interessanten Geschichte, aber vor allem an den sehr netten Eigentümern.

 

Diese opferten uns einen guten Teil ihres Vormittages und erklärten uns die Sage rund um die Mühle und ihren vermutlichen Hintergrund. Den Namen „Teufelsmühle“ bekam der eigentlich „Hansenmühle“ heißende Bau der Legende nach, weil der Teufel selbst am Bau mitgewirkt haben soll und eine angebliche Wette mit dem Bauherrn gewonnen hat, in deren Ergebnis der Beelzebub jederzeit in die Mühle einfliegen und wieder herausfliegen durfte. Zu diesem Zweck musste stets eines der Giebelfenster geöffnet bleiben.

Vermutlich wurde das Gerücht durch, an diesem recht opulenten Bau beteiligten, Handwerker gestreut. Vermutlich hatte sich der Bauherr finanziell verhoben und war nicht in der Lage alle Forderungen seiner Handwerker zu begleichen.

 

Am Abend des Tages trafen wir uns alle in einer urigen Innenstadt-Restauration zur diesjährigen Mitglieder-Hauptversammlung ohne Vorstandswahl.

Am Sonntagmorgen klang das Jahrestreffen mit einem letzten Treffen vor Torstens Haus auf der Burg aus.

 

Vielen Dank an Torsten, der sich, nach Erfurt und Sünna, nun bereits zum dritten Mal um unser Jahrestreffen gekümmert hat und der sich viel Mühe gegeben hat. Das Treffen fand in der, vom EDWFC gewohnten, familiären  und unaufgeregten Atmosphäre statt.

Torsten hatte ein interessantes Programm organisiert, eine tolle Ausfahrt vorbereitet und auch bei der Auswahl der Versammlungslocation ein gutes Händchen bewiesen. Lauterbach und der Vogelsbergkreis sind auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Schlussendlich kläre ich hier noch offiziell ein Mysterium auf, welches Torsten in große Aufregung versetzt hat: In der letzten Ausgabe wurde der Artikel zur JHV und dem Treffen mit einem Foto einer Zugbrücke übertitelt. Wir konnten leider dieses interessante Bauwerk in Lauterbach nirgends finden - weil sich mit dem Foto ein Fehler eingeschlichen hat. Das Motiv gehörte nicht nach Lauterbach. Hat es sonst noch jemand bemerkt? Ich hoffe nicht!

 

Auch von mir noch einmal persönlich ein großes Dankeschön an Dich, Torsten!