Teure Raritäten (Signale 57-78)

Trabis auf der Techno Classica in Essen

Preise für Wartburg und Trabant explodieren

Wie die Tageszeitung „Die Welt“ am 05. August 2013 auf ihrer Webseite zu berichten wußte, befinden sich die Preise für Trabant und Wartburg auf einem steilen Weg nach Oben. Während die Bestände sinke, steige die Nachfrage nach den zweitaktenden Gefährten aus der DDR immer weiter.

Das Kraftfahrt-Bundesamt führt in seinen Statistiken auch nur noch 32.485 Trabant. Zwanzig Jahre früher war es noch fast eine Million.

Selbst der Wartburg hatte 1993 noch über 400.000 Mal über deutsche Straßen getuckert.

2003 sind dagegen nur noch knapp über 7000 zugelassen.

Dabei muss allerdings auch das KBA zugeben, dass unbekannt ist, wieviele Fahrzeuge den Übergang in die „H“-Kennzeichen oder die Oldtimer-Sammelkennzeichen geschafft haben. Das lässt sich aus diesen Statistiken nicht mehr ablesen.

Wenigstens sind mittlerweile alle in der DDR produzierten Kraftfahrzeuge als sogenannte Yountimer anerkannt. Diese müssen zwischen 15 und 29 Jahre alt sein. Über 22 Jahre nach Produktionsende ist das kein Problem mehr.

Allerdings gibt es keinen irgendwie begünstigenden Rechtsstatus für Youngtimer.

Allerdings ist auch in der Szene deutlich zu spüren, wie die Anzahl der angebotenen Fahrzeuge abnimmt. Vor allem aber deren Qualität.

Gleichzeitig werden Fahrzeuge und Ersatzteile aber eben nicht nur immer rarer sondern auch teurer. Marktwirtschaft also.

Trotzdem besteht innerhalb der IFA-Szene keine Aufregung. Es sind genügend Teile vorhanden und es gibt auch Reproduktionen.

Laut dem Bericht der „Welt“ stehen insbesondere Trabant mit Dachzelt hoch in der Gunst der Käufer, was natürlich dem entsprechende Kaufpreise bedingt.

 

/ Stephan Uske