Die Redaktion... (Signale 53-74)

Die Redaktion versucht aufzuholen

Das neue Jahr startete sogleich mit einer wirklich schlechten Nachricht: Die Insolvenzverwalterin Grit Rademacher verkündete das endgültige Aus für die hoffnungsvolle Sportwagenschmiede Melkus und ihren Rennwagen RS2000.

Laut der bisher in den Medien nicht durch Sepp Melkus kommentierten Äußerungen von Frau Rademacher, habe Herr Melkus sich nicht kooperativ genug verhalten. Es habe genügend Interessenten gegeben, Sepp Melkus habe leider nicht zugestimmt (so Grit Rademacher im Handelsblatt).

Es darf ruhig gemutmaßt werden, wie viel Wahrheit in dieser Aussage steckt. War hier jemand an der billigen Übernahme des berühmten Namens Melkus interessiert? Oder hat Melkus einfach nicht wahr haben wollen, dass der Traum vom eigenen Luxus-Flitzer nicht mit den eigenen Mitteln, also unabhängig von den Großen der Automobilindustrie, zu realisieren ist?

Der RS2000 war in jedem Fall eine Ausnahmeerscheinung auf den Straßen. Das hätte er mit seinem großen Vorbild RS1000 gemeinsam. Und auch wenn sich kaum ein IFA-Fan einen solchen Traum vom Traumwagen hätte erfüllen können, es wäre schön gewesen zu erleben, dass der Schöpfer- und Unternehmergeist des Heinz Melkus über seinen Enkel weitergelebt hätte. Hat er ja auch. Nur leider ging dem sympathischen jungen Mann nun die finanzielle Puste aus.

Was bleibt ist die Gewissheit, dass auch der RS2000 das Zeug zum absoluten Klassiker hat.

Für das Titelbild unserer Frühjahrsausgabe haben wir uns aus gegebenem Anlass für einen Melkus entschieden.

Der Traum vom Auto ist zum Glück noch lange nicht ausgeträumt, und was die Zukunft bringen wird, wird sie uns schon noch zeigen. Mit dieser Plattitüde  kehren wir zurück zur Gegenwart und betrachten die Preisgestaltung unserer heutigen Klassiker.

Darüber hinaus werfen wir noch einen kurzen Blick zurück auf die Techno Classica 2012. Nicht jedoch ohne auf die nun bald startende TC 2013 hinzuweisen.

 

/ Redaktion