Der Vorstand (Signale 51-72)

Martin Völz

...informiert den EDWFC

Unter dem Motto „Mehr Miteinander wagen“ verfasste unser Vorsitzende ein Antwortschreiben an den damaligen Vorsitzenden des Museumsvereins Eisenach:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Pinkwart!

 

Herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 09.11.2011. Ich habe mich gefreut, dass Sie Kontakt zur Wartburg Szene aufgenommen haben. Leider gibt es für die Wartburg Fahrer keinen zentralen Anlaufpunkt oder so etwas wie eine gemeinsame Anlaufstelle. Einerseits sind die "Ossis" daran nicht besonders interessiert, was sich darin darstellt, dass man sich kaum in nennenswert aktiven Vereinen in größeren Gemeinschaften zusammenfindet. Die Älteren sind der Meinung man kennt sich – das reicht. Die Jüngeren richten sich im Internet ein, mit allen Nach- und Vorteilen.

Einige meiner Freunde aus dem EDWFC e.V. und ich (als 1. Vorsitzender) haben sich schon länger gewünscht, dass Eisenach mit dem Museum zu einem gemeinsamen Mittelpunkt des Wartburg-Fahrer-Lebens wird. Der EDWFC besteht seit 20 Jahren. Wegen der Rechtssicherheit in Finanzangelegenheiten wurde später ein e.V. daraus. Eigentlich sind wir ein familiärer Freundeskreis von etwa 10 Mitgliedern nebst Frauen und Kindern geworden, der sich längst schon nicht mehr nur wegen des gemeinsamen Hobbys trifft. Mittelpunkt des Vereinslebens ist ein Stand zur Präsentation des Vereins zur Techno Classica in Essen. Daneben gibt es ein Jahrestreffen. Ich bin auch stolz darauf, dass es Dank hohen Engagements einiger weniger Vereinsmitglieder gelingt, unsere Zeitung herauszubringen.

Ich selbst bin mit den Wartburgs aufgewachsen und hatte neben der Notwendigkeit auch Lust an der Erhaltung der Familienfahrzeuge und besitze heute noch den 312 Camping und den 353 Tourist aus der Zeit. Ich bin 51 Jahre alt und führe einen kleinen Elektrohandwerksbetrieb.

Gern wäre ich zu der Versammlung am 27.01.12 nach Eisenach gekommen. Irrtümlich hatte ich angenommen, dass dieses Datum auf einen Samstag fällt und damit hätte ich auch Zeit für die lange Reise von 530 km gehabt. Doch der Freitag geht aus beruflichen und diesmal auch aus terminlichen Gründen nicht.

Wenn der AME e.V. bundesweit aufgestellt werden soll, bzw. eine aktive Beteiligung der weiter entfernt wohnenden Mitglieder wünschenswert ist, dann wäre die Verlegung der Mitgliederversammlungen auf einen Samstag ein guter erster Schritt. Ich bitte Sie, dies im Vorstand zu besprechen.

Für mich stellt sich der Anlass der o.g. Mitgliederversammlung als ein Dilemma dar. Es zeigt deutlich, dass der Verein AME mit seiner bisherigen Tätigkeit den Erwartungen der Szene nicht entspricht.

Aller Voraussicht nach werde ich wieder zur diesjährigen TC nach Essen fahren. Wenn Sie auch dort wären, würde ich mich über ein Gespräch mit Ihnen sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

/ Martin Völz