Ein Fall für die Einzel"C"elle? (Signale 48-69)

Oldtimer vor dem Celler Residenzschloß

Unser Treffen in Celle vom 26. bis 28. August 2011

Ende Juli hatte Martin zu unserem Jahrestreffen inklusive Jahreshauptversammlung per email verschickt. Das Jahrestreffen des E.D.W.F.C. hat dann vom 26. bis 28.August 2011 in Celle, bzw. in Winsen / Aller stattgefunden.

Die Adressliste von Martins email war recht umfangreich, so dass annähernd alle Vereinsmitglieder die Einladung –ich meine, mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf– erhalten haben sollten. Von Jochen, Jürgen und mir weiß ich, dass wir weitere Personen zur Teilnahme haben bewegen wollen, was aber leider nicht so recht geklappt hat.

Schade, dass im Endeffekt dann nur elf Personen (inkl. Partnern und Kindern) an dem schönen Treffen haben teilnehmen können (wollen?).

Uns hat es jedoch so gut gefallen, dass wir uns entschlossen haben, euch allen anderen die Gelegenheit zu geben, die schöne Südheide, die schöne Stadt Celle, die schöne Gemeinde Winsen / Aller und unsere schöne Ferienwohnung ebenfalls kennen zu lernen! Gemeint ist, dass das E.D.W.F.C. Jahrestreffen 2012 wieder in der Südheide stattfinden soll.

Ich schlage dafür das Wochenende 17., 18. & 19. August 2011 vor. Gegenvorschläge werden gern entgegen genommen. Für 2012 brauchen wir uns übrigens nicht am Termin von „Oldtimer und Fachwerk“ orientieren, da dieses Treffen erst 2013 wieder stattfinden wird. Vielleicht nehmen wir da 2013 wieder teil?

Aber zurück zu diesem Jahr und dem Treffen 2011.

Die Anreise fand am 26.August 2011 statt. Aus Prenzlau hatte sich Martin (in seinem 312 Camping) auf den Weg gemacht, der, trotz der weitesten Anreise, als erster in Winsen / Aller eingetroffen war. Familie Glahse, per Luftlinie eigentlich nur über eine kurze Strecke von Osnabrück nach Celle getrennt, genossen ihren Stauanteil, nutzten dann Landstraßen und kamen an zweiter Stelle an. Von Essen aus machten Jochen und Tina (in ihrem WoMo) Jürgen mit Christian und Johannes (im Mustang; der Wartburg befand sich in einem technisch bedingten Streik) sowie Claudia und ich (im med) auf den Weg.

Unseren Stauanteil der Anfahrt erledigten wir sogleich innerstädtisch in Essen, um dann gemütlich via BAB 2, BAB 37 und B 3 Winsen / Aller zuletzt zu erreichen. Ganz genau gesehen, waren Jochen und Tina die zuletzt angekommenen, da das WoMo noch etwas Durst nach Kühlwasser hatte…

Die Ferienwohnung wurde von Jürgen, Christian, Johannes, Claudia und mir bezogen. Marianne konnte leider wegen ihres kranken Vaters nicht mitkommen, was sich im Nachhinein leider als richtige Entscheidung erweisen sollte…

Martin und Familie Glahse wurden wenige Gehminuten entfernt in einer Pension untergebracht. Dort fanden auch Jochen und Tina mit ihrem WoMo ihren Stellplatz. Frühstück gab es dann gemeinsam in der Ferienwohnung.

Aber von Frühstück sind wir am Freitagabend noch weit entfernt. Martin hatte sich schon auf die Suche nach einem Lokal für den Abend gemacht. Die Suche war jetzt aber nicht so umfangreich; denn in Winsen / Aller, Ortsteil Wolthausen ist die Auswahl mit einem Lokal nicht zu üppig...

Zwei Vorteile hat das Lokal, in dem wir uns zum Abend niedergelassen hatten. Nummer 1: Lecker! Nummer 2: direkt nebenan von der Ferienwohnung und so auch nicht viel weiter von Pension und WoMo-Stellplatz entfernt.

So ging der erste Tag unseres Treffens zu Ende.

Der Samstag war als Ausfahrt- und Besichtigungstag geplant. Martin hatte sich im Vorfeld informiert, was dazu, im Hinblick auf regionale und technisch-fachliche Themen, in Frage käme. Die treffende Wahl fiel auf das Deutsche Erdölmuseum Wietze.

Aber mit dieser Auswahl hatte Martin nicht mit unseren besseren Hälften und erst recht nicht mit unserer herzlichen Wirtin Frau Dressler gerechnet! Claudia hatte herausgefunden, dass es in Celle einen „Cecil“-Outlet-Store gibt. Als sie Frau Dressler darauf ansprach, ob sie wisse, wo genau dieser sei, meinte Frau Dressler doch gleich: „Ach, da wollt´ ich auch mal wieder hin. Dann fahre ich mit ihnen.“

So war unser „Damen-programm“ auch gleich gesichert! Also fuhren Ellen mit Charlotte, Tina, Claudia und Frau Dressler zum Outlet-Store. Im Anschluss setzte Frau Dressler unsere Damen in der Celler Innenstadt ab, wo gleich weiter geshoppt wurde.

Ganz besonderen Dank auf diesem Wege dafür an unsere tolle Wirtin Frau Dressler ! Und wenn ich gleich dabei bin, auch ganz herzlichen Dank für die tolle Bewirtung und das super Frühstück am Samstag und Sonntag!

 

Das „Herrenprogramm“ führte uns zum Deutschen Erdölmuseum Wietze.

Dort wird die Geschichte der Erdölförderung in der Region gezeigt, beleuchtet und erklärt. Wobei „Erdölförderung“ nicht alles aussagt. Man muss hier auch den Begriff „Erdölbergbau“ benutzen, da hier auch Ölsand abgebaut wurde. Und das eben im Bergbau unter Tage.

In der Ausstellungshalle sind allerlei Devotionalien der Erdölförderung ausgestellt. Ganz besonders hervorzuheben sind die hier ausgestellten, handwerklich hochwertig hergestellten Modelle. Die Modelle der Förderanlagen und verschiedener Fahrzeug sind mit einer großen Detailliebe ausgeführt, die uns ehrfürchtig erstaunen ließen! Zu alledem sind viele der Modelle funktionstüchtig, wenngleich wir diese, da ohne Museumsführung unterwegs, nicht in Betrieb setzen konnten.

Neben den Modellen sind viele Informationstafeln, Dioramen und Originalwerkzeuge, -bekleidung, -gerätschaften und –fahrzeuge in der Ausstellungshalle zu sehen. So bspw. eine Tanklastkutsche (siehe folgendes Bild) und einige alte Zapfsäulen (im Bild im Hintergrund zu sehen).

 

Neben den Ausstellungshallen verfügt das Deutsche Erdölmuseum Wietze über ein ausgedehntes Außengelände. Hier handelt es sich tatsächlich um das originale Fördergelände, auf dem von 1873 bis 1962 Erdöl gefördert (und gegraben) wurde. Die Einstellung des Betriebes erfolgte dann 1964.

Dass es sich hier um ein Industriegelände, sogar ein spezielles Industriegelände zur Erdölförderung handelt, kann man noch leicht erkennen. Aufgrund mangelnder technischer Möglichkeiten zur Abdichtung zu Betriebszeiten der Förderanlagen kam es immer dazu, dass Erdöl an verschiedenen Stellen der Förderanlagen ungewollt ausgetreten ist. Erdöl oxidiert an der Luft recht bald, so dass sich auf ausgedehnten Flächen Bitumen gebildet hat, das auch –immerhin 50 Jahre nach Ende der Förderung– noch immer am Boden vorhanden ist. Auf Bild 10 ist dies im Vordergrund der Förderstelle von 1873 noch zu erkennen.

Die zahlreich auf dem Außengelände ausgestellten Geräte, Maschinen und Fahrzeuge wurden von uns mit Interesse besichtigt, ausführlich erklärt und diskutiert. Hier würde es jetzt den Rahmen sprengen, all das wieder zu geben und abzubilden… Als kleiner Einblick sollen die Bilder 11 bis 14 dienen.

Von Erdölmuseum bewegte sich das „Herrenprogramm“ in Richtung Celle, wo „Damenprogramm“ und „Herrenprogramm“ wieder zusammen gefunden haben. Nach Kaffee, Kuchen usw. und einem kleinen Spaziergang durch die herrliche Celler Innenstadt, bzw. Altstadt mit ihrem prachtvollen Ensemble von Fachwerkbauten machten wir eine Kutschfahrt durch ebenselbige.

Allen Tierfreunden, die sich jetzt mit der Sorge tragen, dass die armen Tiere doch nicht diese riesige Kutsche, auch noch besetzt mit etwa 20 zum Teil recht fülligen Touristen (jetzt meine ich mal in erster Linie mich selbst, aber natürlich auch euch, Ansgar und Jochen J), doch gar nicht ziehen können, sie gesagt, die beiden Pferde sind äußerst gepflegt, wohlgenährt und kräftig und werden vom Kutscher gehätschelt und geliebt. (ich weiß da schon, worüber ich rede…)

Außerdem (so eine Reise ist auch lehrreich!) hat jedes dieser etwa 750 kg schweren Pferdchen etwa 30 PS! Denn PS (Pferdestärke) ist nicht gleich PS!

Die Fahrt führte uns in aller Ruhe durch die Straßen der Celler Altstadt. Hierzu und dazu erklärte uns der Kutscher dies und das und wir genossen die Fahrt. Was man von den Autofahreren, die sich hinter der Kutsche anschließen musste, sicher nicht sagen kann. (man beachte Bild 16)

Am Samstagabend war „unser“ Abendlokal leider mit einer Hochzeit als geschlossene Gesellschaft belegt, so dass wir uns entschieden, unser Abendessen gemeinsam in der Ferienwohnung einzunehmen. So machten sich Claudia und ich im med, sozusagen als Vorhut, auf den Weg in nach Winsen / Aller City. Obgleich hier „City“ natürlich nicht über zu bewerten ist, war das Angebot von Restaurants, von denen aus man das Essen auch mitnehmen kann recht groß und abwechslungsreich. Claudia holte eine Karte eines italienischen und die eines griechischen Restaurants, während ich jeweils im med wartete. Nach Auswahl (für die ich wohl etwas lange benötigt habe) und telefonsicher Bestellung holten Ansgar und Claudia die bestellten Speisen ab, die dann in der Küche der Ferienwohnung verputzt wurden. Beim Griechen genossen Ansgar und Claudia gleich mal einen Ouzo! Wär ich wohl doch besser selbst gefahren…

Nach dem Essen kamen wir zum offiziellen Teil unseres Treffens, über den bestimmt an anderer Stelle berichtet wird.

So ging der zweite Tag unseres Treffens zu Ende.

 

Der dritte Tag begann wieder mit einem üppigen, von der lieben Frau Dressler bereiteten und servierten Frühstück. Alle gemeinsam in der Ferienwohnung.

Dann hieß es Autos packen und wieder rein nach Celle. Zu „Oldtimer und Fachwerk“. Weite Teile der Celler Innenstadt waren den alten Fahrzeugen vorbehalten, die überall vor der malerischen Fachwerkkulisse abgestellt waren. Da die Innenstadt schon voll war, postierte man uns vor dem Celler Residenzschloss auf dem Rasen.

Fahrzeuge aller möglichen Marken und Typen hatten hier zusammen gefunden. Man muss wirklich sagen, dass das Oldtimertreffen „Oldtimer und Fachwerk“, veranstaltet durch Tourismus und Stadtmarketing Celle GmbH in Zusammenarbeit   mit der IG Oldiefreunde Celle eine durch und durch gelungene Veranstaltung ist, an der ich persönlich sicher noch das ein oder andere Mal teilnehmen werden ! Respekt und Glückwunsch !

Die Marken- und Typenvielfalt wurde durch den Zustand der Fahrzeuge noch ergänzt. Von perfekt restaurierten Fahrzeugen über gut bis weniger gut erhaltene Fahrzeuge im Alltagszustand war alles vertreten. Wobei mir die Alltagsfahrzeuge lieber sind als die perfekte, vielleicht zu perfekt restaurierten. Aber jedem das seine !

Ich zählte unter den ausgestellten Fahrzeugen auch drei Wartburg (neben unseren) und zwei Trabanten. Auch einen Polski-Fiat konnte man bewundern. Auch waren einige, sicher recht seltene Kombiaufbauten zu sehen. So zum Beispiel ein Opel Rekord Car-A-Van und ein Mercedes /8 Kombi (der nicht im früheren Leben ein Kranken- oder Bestattungsfahrzeug war). Mir ist die Menge der verschiedenen NSU Prinz und NSU 1200 aufgefallen. Naturgemäß waren viele Fahrzeuge mit dem guten Stern vertreten, die von mir als alter Mercedes-Benzler natürlich mit besonderem Wohlwollen beachtet wurden. Neben dem bereits erwähnten /8 Kombi möchte ich auf einen 250 /8 und einen 300SD, beide in US-Ausführung, hinweisen.

Auch ein Beweis der Vielfalt ist zu werten, dass neben PKW auch eine große Anzahl von hervorragend wieder hergestellten LKW vertreten waren. Und auch der Mitgrund unseres heutigen frühen Erwachens war vorhanden: Die Schlepperfreunde Wolthausen hatten ihre Schlepper-Schätze mitgebracht und ausgestellt. Der Lanz, der auf Bild 20 gerade angeheizt wird, hat sein Zuhause direkt neben unserer Ferienwohnung!

Als Beispiele für schöne ausgestellte Fahrzeuge sollen die Bilder 21 bis 23 dienen.

Auch Zweiräder waren vertreten. Aber nicht so zahlreich. Aber mit Bild 24 möchte ich eine Attraktion dieses Oldtimertreffens hinweisen. Es handelt sich um eine MZ mit Beiwagen, der mit einem entzückenden Omichen besetzt war. Omi wurde von allen bewundert und angesprochen. Sie fand das alles toll und sagen immer: „Das ist so schön.“

So ging der dritte Tag unseres Treffens zu Ende.

Na ja… Nicht ganz… Schließlich mussten wir ja noch nach Hause. Aber auch das hat gut geklappt!

Das war ein schönes Wochenende! Das war ein schönes Treffen! Und wir (Claudia und ich) fahren ganz bestimmt nochmal nach Celle. Oder eben nach Winsen / Aller zu Frau Dressler oder zu ihrer Mutter in die Pension. Ob mit oder ohne Wartburg.

Und den Vorschlag, euch allen, die dieses Jahr nicht dabei waren, die Chance zu geben, die schöne Südheide auch mal zu erleben, steht! Jahrestreffen des E.D.W.F.C. 2012 in Celle und Winsen / Aller!