Der Stretch-Wartburg (Signale 42-63)

Der fertige Wartburg "Pax" in seiner ganzen Pracht

Eisenacher Wartburg-Fans erfüllen sich ihren Traum vom gestreckten Wartburg

Da steht er, fast ein wenig unspektakulär - der Wartburg 353 Stretch des Allgemeinen Wartburgfahrerclub Eisenach (AWE). Eben jener Club, der seit nunmehr über zehn Jahren regelmäßig eines der größten und schönsten Wartburgtreffen überhaupt veranstaltet. Und das auch noch an der Geburtsstätte fast aller Wartburgs - in Eisenach.

Der langgezogene Wartburg 353 war und ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt von technikbegeisterten jungen Leuten, die auch in längeren Zeiträumen denken und sich Herausforderungen stellen.

Denn eine Herausforderung war der fachmännische Umbau der 1979er Limousine allemal. Deutlich mehr als 1000 Stunden haben die Freunde in ihr Projekt investiert und innerhalb von knapp drei Jahren einen wirklichen Hingucker auf die Beine - oder wohl doch eher auf die Räder - gestellt.

Mit 5,52m Länge ist der weiße Nobel-Wartburg auch gar nicht so unscheinbar, wie eingangs erwähnt.

Der Wagen hat ein Leergewicht von 1130kg und darf 400kg zuladen.

Legt man die EU-Norm EG92/21 zugrunde, so beinhaltet die Leermasse des Kfz einen zu 90% gefüllten Tank, einen Fahrer mit 68kg und 7kg Gepäck. Dadurch bleiben also für die maximal fünf Mitfahrer noch durchschnittlich 80kg übrig. Damit ist das Fahrzeug sicherlich realistisch dimensioniert.

Dagegen mutet der originale Dreizylinder-Zweitakt-Motor mit 37kW (50PS) doch recht schwachbrüstig an.

Aber dem sind zwei Dinge entgegen zu halten:

Erstens sollte der Stretch unter Verwendung möglichst vieler Originalteilen gebaut werden.

Zweitens ist in so einem Auto eher nicht an Straßenrennen gedacht - da würde höchstens der Rotkäppchensekt im Glas der Mitfahrer aus dem Takt geraten.

Im Folgenden nun die Beschreibung der Ereignisse aus Sicht der Aktiven.

Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Enrico Martin, bei dem wir uns ganz herzlich bedanken.

 

Stephan Uske