Die Redaktion... (Signale 39-60)

Durchblick im Wartburg 311

...bemüht sich um mehr Durchblick!

In den letzten 18 Jahren, seit im  April 1991 die DDR Fahrzeughersteller geschlossen wurden, gab es nicht mehr so viele aufregende Neuigkeiten, wie jetzt im Frühjahr 2009: Eine Lösung für den geschlossenen Motorrad-Hersteller MZ bahnt sich an und Opel platzierte mitten in der Wirtschfatskrise die Nachricht von der Wiederauferstehung des Wartburg.

 

Von beiden Nachrichten erscheint die über MZ als durchaus die seriösere.

Da gibt es Fakten und konkrete Aktionen. Zwei ehemalige Motorradrennfahrer wagen den großen Schritt und glauben auch weiterhin an Motorräder aus Deutschland. Vorbei sind die Zeiten von Maschinen mit großen Hubräumen.

Der Erfolg soll mit der Rückbesinnung auf die Traditionen der erzgebirgischen Zweiradschmiede auf 125 (150) und 250 cm² - Motoren und Cross-tauglichen Fahrwerken zurück kommen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Chance zum Anknüpfen an frühere Erfolge tatsächlich gegeben ist und die Kunden wieder verstärkt auf Zweiräder aus Zschopau zurückgreifen werden.

 

Die zweite Meldung, Opel plane den Bau eines neuen Pkw mit Namen Wartburg klingt dagegen wie ein Aprilscherz.

Natürlich greift der strauchelnde Autobauer nach einem Strohhalm und schielt neidvoll auf die Verkaufserfolge des Dacia von Renault.

Doch gab es eine mehr als nur zögerliche Bestätigung aus Rüsselsheim, dass Opel tatsächlich über den Bau einer preiswerten Modellreihe neben der Kernmarke nachdenke.  Und ob die derzeitigen Rahmenbedingungen bei General Motors Europe überhaupt derartige Spielräume gestatten darf mehr als nur bezweifelt werden.

Wie dem auch sei: Opel war im Gespräch, Wartburg war wieder in aller Munde. Es bleibt festzuhalten, dass nichts unumkehrbar sein muss und selbst der vielgeschmähte Wartburg plötzlich als Rettungsring wieder gut genug sein kann.

 

Wer weiß, am Ende ist doch ein Körnchen Wahrheit dran und wir begegnen demnächst wieder einem Fahrzeug auf unseren Straßen, dass den traditionsreichen Namen WARTBURG trägt.