Kurs IX (Signale 1976-1)

Kurs IX in der Wartburg-Produktion

in der Wartburg-Produktion: Erfahrungen • Erkenntnisse • Entdeckungen

Im VEB Automobilwerk Eisenach sind bereits seit Wochen und Monaten die Wettbewerbsinitiativen von dem Bestreben geprägt, das ERFOLGSKONTO IX mit neuen Ideen und Leistungen zu vergrößern.

Die Eisenacher Automobilwerker haben den Staatsplan 1975 sowie ihren im November nochmal erhöhten Gegenplan, für insgesamt 8,5 Millionen Mark Fahrzeuge und Ersatzteile zusätzlich zu produzieren, erfüllt und übererfüllt.

Während des Ansteuerns der Planziele 1975 erschlossen die Werktätigen des Betriebes schon weitere Reserven und schufen gute Voraussetzungen, um den IX. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands mit neuen Taten würdig vorzubereiten. Gegenwärtig richten sich die Anstrengungen im Werk auf Abrechnung der gesteigerten Jahresplanaufgaben für 1976 in der AWE-Produktion zu 25,4 Prozent per 31. März.

 

Überall im Werk hat die Gewißheit, daß die bewährte marxistisch-leninistische Politik des VIII. Parteitages in der Einheit von Wirtschaftsund Sozialpolitik konsequent fortgesetzt wird, neue Aktivitäten im sozialistischen Wettbewerb zu Ehren des IX. Parteitages ausgelöst.

 

So haben beispielsweise die Werktätigen des Bereiches Karosseriebau, wo die Arbeits- und Lebensbedingungen durch Rationalisierungsmaßnahmen wesentlich verbessert wurden, verstärkte Leistungen erbracht. Auf ihrem 1975er Erfolgskonto stehen überplanmäßig 75 WARTBURG-Ersatzkarosserien, 60 große und 60 kleine Hecks, 300 Mittelteile vorn sowie 150 Kofferdeckel und weitere Kleinteile. In Vorbereitung des IX. Parteitages ist ab 1. Januar 76 einer Schicht das Aufbau-Schweißteil als Jugendobjekt übergeben, und in weiteren gezielten Initiativen wurde u. a. eine Auftaktung erarbeitet und .erfolgreich erprobt, um den Karosserieausstoß pro Schicht zu erhöhen.

 

Verpflichtungen zu überplanmäßiger Steigerung der Fertigung von Mittelteilen bzw. Motorhauben liegen ebenso vor wie eingeleitete Maßnahmen zu weiterer Stabilisierung der Qualität.

 

Gute Erfahrungen auf dem Gebiet der Intensivierung steuern auch die Mitglieder des Rationalisierungskollektivs im Produktionsbereich Galvanik zur Vergrößerung ihres ERFOLGSKONTOS IX bei. Ihre Ideen und Vorschläge richten sich für 1976 auf einen Gewinn von 16 000 Stunden Arbeitszeit und eine Materialeinsparung im Wert von 70 000 Mark.

 

Die Werktätigen des Werkzeug- und Maschinenbaues im Automobilwerk nehmen ihre Verantwortlichkeit für die Reduzierung von Warte- und Stillstandszeiten verstärkt wahr. Sie haben für 1976 Verträge über die Verminderung von Ausfallzeiten an Maschinen in den Schwerpunktbereichen Presserei und Karosseriebau abgeschlossen.

Außerdem wurden alle Vorbereitungen zur Einführung einer neuen Technologie für die Herstellung von Karosserieblechteilen abgeschlossen. Mit dem Verfahren soll im neu angelaufenen Planjahrfünft ein jährlicher Nutzen von 350 000 Mark erzielt werden.

 

Weitere Parteitagsobjekte, die von den Werktätigen des Bereiches Technik in Verbindung mit anderen vorbereitenden Abteilungen übernommen wurden, sind die PSR-Maßnahmen „Einsatz eines kostengünstigeren Ausgleichbehälters für das Kühlsystem" und „kostengünstigere Vordersitzpolsterauflage" mit vorfristigen bzw. termingerechten Vorbereitungen zur Überleitung in die Produktion.

 

Die „kostengünstigere Vordersitzpolsterauflage" hat im Werk ab 1. Februar eingesetzt. Der ökonomische Nutzen konnte von geplanten 2,20 Mark pro Wagen auf 3,16 Mark erhöht werden.

 

Wie die Wettbewerbsinitiativen der Eisenacher Automobilwerker gleichfalls in den produktionsvorbereitenden Abteilungen wirksam werden, zeigt das Beispiel der Kollegen des Wareneingangs in der Materialwirtschaft, die von der Ein- zur Dreischichtarbeit übergegangen sind.

 

Die persönlich- und kollektiv-schöpferischen Pläne der Materialwirtschaftler haben Einsparungen in Höhe von 108 000 Mark zum Ziel.

Insgesamt steht auf dem weitergeführten ERFOLGSKONTO IX an Tatsachen und Ergebnissen, daß die WARTBURG-Automobilwerker mehr, besser und billiger produzieren.

 

Daß dazu nicht zuletzt rationelle Energieverwendung zählt, geht aus folgender Meldung hervor. AWE verteidigte zum zweiten Mal erfolgreich seinen Titel „Energiewirtschaftlich vorbildlich arbeitender Betrieb". Allein 1975 wurden durch die Ablösung aufwendiger Erwärmungsverfahren in der Schmiede sowie durch die Senkung des Energieverbrauchs an Schwerpunktmaschinen die Energiekosten, bezogen auf das produzierte Erzeugnis, um 250 000 Mark verringert. Das Automobilwerk Eisenach hat ein Staatsplanthema Wissenschaft und Technik erarbeitet, das es ermöglicht, im gesamten DDR-Industriezweig Fahrzeugbau eine Energiemenge einzusparen, die dem Heizwert von 60 000 Tonnen Rohbraunkohle entspricht.