AWE-Arbeiterportrait (Signale 1976-1)

Kurt Thiel

Genosse Kurt Thiel

Er ist als „Vater des Zeitgewinns" weit über seinen Betrieb hinaus bekannt geworden. Was Genosse Kurt Thiel, 48 Jahre, Automateneinrichter im Getriebebau des Werkes, im Januar 1974 öffentlich anregte —

täglich zehn Minuten produktive Zeit zu gewinnen —, das griffen viele Kollektive auch in anderen Betrieben als eine Herausforderung auf. Das ergab großen Gewinn für alle. Im AWE-Getriebebau entstand jährlich eine Zeiteinsparung von etwa 50 000 Stunden. Im gesamten Werk wurde 1975 ein Zeitgewinn von etwa 395 000 Stunden erreicht. Hinzu kommen noch 85 000 Stunden im Abfangen für erhöhte Gebrauchswerteigenschaften des verbesserten WARTBURG 353 W. Der als „Verdienter Metallarbeiter der DDR" ausgezeichnete Genosse Thiel, geachteter Neuerer und Vorsitzender der Ständigen Produktionsberatung im Getriebebau, sagte zu Konsequenzen aus der Aktion ERFOLGSKONTO IX in Verbindung mit weiteren Fortschritten und persönlichen Vorhaben: „Unter anderem bin ich an einer Intensivierungsmaßnahme in der lnduktionshärterei beteiligt. Hier baue ich die Vorrichtungen, damit wir zur Zweimaschinenbedienung übergehen können. Das bringt voraussichtlich nochmal 1 200 bis 1 500 Stunden. Das Vorhaben soll gleich Anfang 1976 wirksam werden. Denn am Jahresbeginn wiegen die Minuten schwerer!"