Auf Produktionskurs '75 (Signale 1974-6)

Wartburg-Montage

Die Werktätigen des VEB Automobilwerk Eisenach zogen schon frühzeitig Zwischenbilanzen ihrer Leistungen im sozialistischen Wettbewerb und überprüften gründlich erschließbare Reserven.

Im Ergebnis dieser sachlichen und kritischen Analysen erhöhten die Eisenacher Automobilwerker in der Plandiskussion zum Auftakt der Gewerkschaftswahlen ihren Gegenplan für das Jahr 1974.

 

Dabei handelt es sich um PKW Wartburg 353, Ersatzteile und die zusätzliche Gewinnung von Ersatzteilen durch Regenerierung für über 300 000 Mark. Wettbewerbsanliegen der AWE-Werker ist es, bei Steigerung der Arbeitsproduktivität entsprechend Fertigungsstunden sich mit einem allseitig erfüllten und gezielt übererfüllten Volkswirtschaftsplan 1974 gut auf das letzte Jahr des laufenden Fünfjahrplanes vorzubereiten und durch Realisieren eines reibungslosen Planübergangs 1974/75 eine industrielle Warenproduktion von monatlich mindestens 8,7 Prozent ab Januar abzusichern.

 

Ausgehend von einer 1974 Monat für Monat kontinuierlichen Erfüllung von Plan und Gegenplan konnten und können sich die Eisenacher Automobilwerker solche anspruchsvollen Ziele stellen.

 

Der per 30. Juni 1974 erzielte Planvorsprung in Höhe von 11,1 Millionen Mark konnte auch in den Urlaubsmonaten weiter ausgewerden.

 

Per August wurde eine entsprechende Übererfüllung von PKW WARTBURG 353 und in Ersatzteilen erreicht.

 

Diese ausgezeichneten Resultate in der Planerfüllung regten die Automobilwerker dazu an, die Gewerkschaftswahlen zum Anlaß für neue Initiativen und einen weiteren Aufschwung im Wettbewerb zu nutzen. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, durch Verwirklichung von Vorschlägen aus der Plandiskussion 1975 bereits 1974 noch zusätzlichen Zeitgewinn zu erzielen und so den Plan sowie den erhöhten Gegenplan bis zum 20. Dezember 1974 in allen ihren Teilen zu erfüllen.

 

Im präzisierten Wettbewerbsprogramm der Eisenacher Automobilwerker stehen die Aufgaben von Wissenschaft und Technik mit an erster Stelle. Die ökonomische Zielstellung in der Arbeitszeitsenkung lautet für 1974 auf ein Überbieten. Durch sozialistische Gemeinschaftsarbeit, vertiefte Kooperation mit Zulie-ferbetrieben und die Nutzung der internationalen sozialistischen Arbeitsteilung sollen die Überleitungsfristen der Weiterentwicklungen für den WARTBURG 353 W so konkretisiert werden, daß dessen Serienproduktion ab März 1975 voll wirksam werden kann, Zur Durchsetzung aller Schritte in das neue Planjahr bündeln sich die Initiativen der Werktätigen bei sozialistischer Rationalisierung und wissenschaftlicher Arbeitsorganisation in den AWE-Fertigungsbereichen. Als erstes Kollektiv lieferten die Getriebebauer hervorragende Beispiele. Die Getriebebauer wollen durch effektivere Gestaltung aller arbeits- und finanzökonomischen Kennziffern Ersatzgetriebe mit einem Wert von 100 000 Mark zusätzlich zum Gegenplan produzieren. Zusätzlichen Zeitgewinn bedeuten zehn Maßnahmen allein im Werkzeugbau, beispielsweise durch Fertigstellen einer Sondermaschine nicht erst im I. Quartal 1975, sondern schon Ende 1974, so daß sich daraus noch eine zusätzliche Warenproduktion im Werte von 230 000 Mark ergibt. Durch die Überholung der Ziehwerkzeuge in der Presserei ermöglichen die Werkzeugbauer ein Senken der Warte- und Stillstandszeiten in diesem Bereich um 4 Prozent. Ähnlich wirksame Verpflichtungen gibt es im Motorenbau, in der Montage sowie bei den Ingenieuren und Technikern.

 

Zum Zeitpunkt dieses Berichtes stand das genau bezifferte AWE-Gesamtergebnis für 1974 noch nicht fest. Fest jedoch steht, daß im VEB Automobilwerk Eisenach die Werktätigen einen guten Start in das Jahr 1975 vorbereitet haben. Was sie von solcher Position aus ansteuern, ist 33,8prozentiges Erfüllen des Volkswirtschaftsplanes bis zum 30. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus durch die ruhmreiche Sowjetarmee.