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Technik Tip (Signale 1974-2)

Technik Tip (Signale 1974-2)

Gespeichert von Stephan am Mo., 01.04.1974 - 21:32

...Gut gefilterte Ansaugluft

 

Anstelle des bisher verwendeten Naßluftfilters wurde mit Einsatz des WARTBURG 353 eine Papierluftfilterpatrone im Ansauggeräuschdämpfer eingebaut. Mit ihr liegt der Reinheitsgrad der Ansaugluft bei 99,5 Prozent,

so daß dadurch minimale Motorenverschleißwerte erreicht werden. Außerdem konnte mit der Papierluftfilterpatrone, statt Naßluftfilter, der Ansauggeräuschpegel wesentlich abgesenkt werden.

 

Die Papierluftfilterpatrone muß nach dem Wegwerfprinzip nach 10 000 bis 30 000 km Laufstrecke erneuert werden, im Mittel zwischen 15 000 und 20 000 km oder, falls inzwischen diese Laufstrecke nicht gefahren werden sollte nach max. 2 bis 3 Jahren. Jedoch kann sich bei extrem hoher Staubbelastung die Filterpatrone schon vor Erreichen der mittleren Grenznutzungsdauerwerte zugesetzt haben. Sicheres Anzeichen dafür ist steigender Kraftstoffverbrauch, unter Umständen bis zu 3 I/ 100 km mehr.

 

Beim Austausch darf der Deckel des Ansauggeräuschdämpfers dann mit der Flügelmutter nicht zu fest angezogen werden. Sonst wird die Patrone zusammengedrückt und ist nicht voll wirksam.

 

Der entscheidende Vorteil des Papierluftfiltereinsatzes ist annähernd konstant bleibende Filterwirkung, auch bei ansteigender Staubbelastung.

 

Dagegen sinkt bei ebenfalls im Handel angebotenen Naßluftfiltereinsätzen (FILU), abgesehen vom hier erforderlichen Wartungsaufwand nach ca. 5 000 Fahrkilometern, der Wirkungsgrad rasch ab. Vom Werk eigens gefahrene Versuche ergaben einen Filterungsschwund bis auf 70 Prozent und sogar 50 Prozent,

 

In Verbindung damit steht erhöhter Motor-verschleiß, so daß vom VEB Automobilwerk Eisenach diese Naßluftfiltereinsätze für den WARTBURG 353 grundsätzlich abgelehnt werden.